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2 Die Zukunft der Fische – die Fischerei der Zukunft

Fisch und Mensch

Von Fischen und Menschen
> Fisch und Mensch stehen seit Jahrtausenden in einer besonderen Beziehung zueinander. Fisch ist eine wichtige Nahrungsquelle für Millionen Menschen. Er liefert Eiweiße und Mineralstoffe in einer Kombination, wie sie kaum ein anderes Lebensmittel bieten kann. Obwohl in den vergangenen Jahren viele Arbeitsplätze durch die Industrialisierung der Fischerei verloren gegangen sind, verdienen weltweit rund 50 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt mit Fischfang.

Fisch – ein geschätztes Gut

> Fisch war und ist die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen – als Nahrung und als Verdienstquelle. In den Industrienationen haben viele Fischer aufgeben müssen. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern aber bleibt der Fischfang ein Haupterwerbszweig. Fisch hat sich dort zu einem wichtigen Exportgut entwickelt. Als Haupt­importeure haben die Industrienationen die Verantwortung, auf eine schonende und sozial gerechte Fischereiwirtschaft dort zu drängen.

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Das Gute im Fisch

> Hochwertiges Eiweiß und lebenswichtige Inhaltsstoffe in einer einzigartigen Kombination machen Fisch zu einem wertvollen Nahrungsmittel. In vielen Entwicklungsländern ist Fisch die wichtigste Proteinquelle. Am meisten Fisch wird in China und in den westlichen Industrienationen verzehrt. In Letzteren wird Fisch meist tiefgefroren verkauft. In den Entwicklungsländern handelt man ihn frisch.

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Nahrungs- und Einkommensquelle für Millionen

Fisch war und ist eine Lebensgrundlage der Menschen. Die Welternährungs­organisation (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) schätzt die Zahl der Fischer weltweit auf 54 Millionen. Zählt man ihre Familien und die Zulieferer von Fischereibedarf hinzu, sind heute 660 bis 820 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Fischerei wirtschaftlich abhängig. Der Mensch verbraucht in jedem Jahr rund 140 Millionen Tonnen Fisch und Meeres­früchte. Verglichen mit der weltweit produzierten Getreidemenge von rund 2,2 Milliarden Tonnen, ist das verhältnismäßig wenig. Aufgrund seiner einzigartigen Nährstoffzusammensetzung trägt Fisch erheblich zu einer gesunden Ernährung bei. Fisch liefert Proteine, gesunde Fettsäuren, aber auch Vitamine sowie lebenswichtige Elemente wie Iod oder Selen. In vielen Entwicklungsländern ist Fisch darüber hinaus oftmals die einzige erschwingliche und relativ leicht verfügbare Quelle tierischen Proteins. In einigen Gegenden der Erde kann der Anteil, den Fisch am gesamten tierischen Protein liefert, bis zu 50 Prozent betragen, so zum Beispiel in Bangladesch, Kambodscha oder Ghana. Die weitaus meisten Fischer auf der Erde gibt es in Asien. Viele arbeiten in Kleinbe­trieben, und die Fischproduktion pro Kopf ist dementsprechend gering, gerade einmal durchschnittlich 1,5 Tonnen pro Kopf. Zum Vergleich: In Europa beträgt sie circa 25 Tonnen pro Kopf. In vielen Industrienationen hat die Zahl der handwerklich arbeitenden Fischer abgenommen. Unternehmen mussten mangels Nachfolger oder wegen schlechter wirtschaftlicher Perspektiven ihren Be-trieb einstellen. In manchen Gegenden war auch die Überfischung von Fischbeständen der Grund dafür. Sozialwissenschaftler empfehlen, künftig beim Fischereimanagement nicht nur isoliert den Zustand von Fischbeständen im Blick zu haben, sondern verstärkt auch die möglichen sozialen Folgen dieses Managements.