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Taxonomie: Was ist das?

Die Taxonomie ist ein Teilgebiet der Biologie, in dem Lebewesen systematisch erfasst und aufgrund ihres Körperbaus, ihrer Genetik oder ihrer Verwandtschaftsbeziehungen bestimmten Gruppen (Taxa) und hierarchisch gestalteten Kategorien zugeordnet werden. Sie gilt aber auch als Wissenschaft, welche die Prinzipien der Klassifikation von Organismen regelt und untersucht. Der Begriff leitet sich von den griechischen Worten táxis und nomos ab. Sie bedeuten „Ordnung“ und „Gesetz“.

Das taxonomische Kategoriensystem

Wenn Fachleute einen Organismus taxonomisch bestimmen, ordnen sie ihn in ein System verschiedener Hierarchiestufen ein. Interessierte Menschen kennen diese „Klassifikation“ oder „biologische Systematik“ vielleicht aus Wikipedia. Die Online-Enzyklopädie hält sie in nahezu jedem Hintergrundartikel über Tier- und Pflanzenarten parat. Die taxonomischen Hauptrangstufen sowie die dazugehörige exemplarische Einordnung des Weißen Hais lauten:

Tabelle axonomische Hauptrangstufe

Stammesgeschichtlich ergeben sich weit mehr Unterteilungen, als sich durch die Hauptrangstufen der Taxonomie und weitere mögliche Unterteilungen abbilden lassen. Außerdem stehen Organismengruppen, die einer bestimmten taxonomischen Rangstufe (zum Beispiel Stamm) zugeordnet werden, nicht notwendigerweise auch im Stammbaum (phylogenetischer Baum) auf derselben Hierarchiestufe. Aus diesem Grund, so betonen Fachleute, stellt jede Gruppierung von Organismen eine Vereinfachung der tatsächlichen Verhältnisse dar.