WOR 9
WOR 9 Marine Biodiversität – das vitale Fundament unserer Meere | 2025

WOR 9

Marine Biodiversität –
das vitale Fundament unserer Meere
> Das Leben auf der Erde ist untrennbar mit dem Ozean verbunden. Dessen Artenvielfalt kennen wir allerdings bislang nur in Ausschnitten. Sie ist jedoch unverzichtbar für das Wohlergehen der Menschheit. Je gesünder und bunter das Leben im Meer, desto besser für Mensch und Natur. Welche Arten aber leben im Meer und welche Umweltfaktoren bestimmen ihre Verteilung oder die Größe ihres Lebensraumes? Aus welchen Gründen nimmt der Artenreichtum des Ozeans ab und wie ließe er sich erfolgreich schützen? Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Leben im Meer liefert die neue Ausgabe des World Ocean Review.
Leben im Meer: Ein Artenreichtum, der zählt © The Sea Change Project/1001 Seaforest Species/ Jannes Landschoff

Leben im Meer: Ein Artenreichtum, der zählt

> Als Lebensraum sprengt das Meer alle Dimensionen. Kein anderes Habitat auf dem ­Planeten Erde ist so groß, so abwechslungsreich und so unerforscht wie der Weltozean. Die Formen- und Farbenvielfalt des Lebens im Meer sucht ihresgleichen. Diese Diversität zu erfassen, zu verstehen und vor allem zu bewahren und zu stärken, stellt in Zeiten des Klimawandels und der Übernutzung natürlicher Ressourcen eine riesige Herausforderung dar.

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Wie sich das Leben im Meer verteilt © Giacomo d’Orlando

Wie sich das Leben im Meer verteilt

> Die Frage, warum Meeresorganismen in ihren angestammten Lebensräumen vorkommen und nicht anderswo, stellt die Wissenschaft vor enorme Herausforderungen. Noch ist nicht umfassend verstanden und belegt, welche Faktoren und Mechanismen die Verteilung der Arten im Meer bestimmen. Für Meerestiere spielen insbesondere die Wassertemperatur, das Nahrungsangebot sowie Interaktionen mit anderen Arten eine entscheidende Rolle. Es gibt jedoch noch andere Einflussgrößen zu bedenken.

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DWas uns die Natur und das Leben im Meer bedeuten © Giacomo d’Orlando

Was uns die Natur und das Leben im Meer bedeuten

> Die Lebensgemeinschaften des Meeres sind Teil der Natur, deren Wert Menschen ganz unterschiedlich beurteilen. Abhängig davon, wo wir geboren werden, in welchem Kulturkreis wir aufwachsen und wie nah wir am oder mit dem Ozean leben, sprechen wir dem Leben im Meer variierende Bedeutungen zu. Aus den unterschiedlichen Betrachtungsweisen resultiert der entsprechend vielfältige Umgang mit der Natur, was auch erklärt, warum uns Meeresschutz bislang nur in Einzelfällen gelingt.

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Druck aus allen Richtunge © Gilles Sabrie/The New York Times/Redux/laif

Druck aus allen Richtungen

> Es gibt sie so gut wie nicht mehr, die vom Menschen unberührte Meereswildnis. Ob unter den Schelfeisen der Antarktis oder in entlegenen Tiefseegräben, überall finden sich Spuren menschlicher Aktivitäten – sei es in Form von Lärm, Plastikpartikeln oder steigenden Wassertemperaturen. Das Fatale daran: Die Ansprüche der Menschheit an die Leistungen des Ozeans steigen und mit ihnen die Zahl der bedrohlichen Stressfaktoren für das Leben im Meer.

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Zuzügler im Gepäck © Alessandro Gandolfi/Panos Pictures

Zuzügler im Gepäck

> Die Einwanderung und Ausbreitung gebietsfremder Arten gehört zu den Motoren des Artenwandels. In vielen Teilen des Weltozeans haben Zuzügler angestammte Lebensgemeinschaften bereits verändert, indem sie Schlüsselarten nachstellen, heimischen Arten den Platz streitig machen oder Krankheiten einschleppen. Dennoch ist nicht alles nur schwarz-weiß. Im Wattenmeer der südöstlichen Nordsee leben Neulinge und Alteingesessene in gewinnbringender Koexistenz miteinander.

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Unter diesen Voraussetzungen erholt sich das Leben im Meer © Laurent Ballesta

Unter diesen Voraussetzungen erholt sich das Leben im Meer

> Obwohl viele Lebensräume des Meeres stark übernutzt und geschädigt sind, sind Fachleute überzeugt, dass ein Wiederaufbau der Meeresflora und -fauna bis zum Jahr 2050 möglich ist. Ihr Optimismus fußt auf den vielen kleinen Erfolgen des Meeresschutzes und den Lehren daraus. Ein echtes Comeback mariner Ökosysteme wird es allerdings nur geben, wenn die Staatengemeinschaft entschieden handelt und menschliche Eingriffe ins Meer künftig deutlich weniger Schaden anrichten.

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Wann Schutzzonen im Meer der Artenvielfalt nutzen © Steve Knell/naturepl.com

Wann Schutzzonen im Meer der Artenvielfalt nutzen

> Meeresschutzgebiete gelten als wichtiges Instrument im Kampf gegen die Übernutzung und das Artensterben im Meer. Sie sollen Meeresorganismen und deren Lebensräume schützen, indem sie bestimmte Aktivitäten des Menschen verbieten oder regulieren. Ihre Zahl hat in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen, Erfolge aber lassen trotzdem vielerorts auf sich warten. Denn viel zu oft werden die geplanten Schutzmaßnahmen gar nicht oder nur halbherzig umgesetzt und überwacht.

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Ein Neustart für das Meeresmanagement © Tuul & Bruno Morandi/laif

Ein Neustart für das Meeresmanagement

> Wer den Ozean wie nutzen darf, wird von einer Vielzahl von Akteuren und ebenso vielen Regeln, Gesetzen und Abkommen bestimmt. Dennoch gelingt es den Staaten bislang nicht, die Übernutzung des Meeres einzudämmen und den Artenrückgang zu stoppen. Neue Handlungsprinzipien sowie das UN-Hochseeschutz-Rahmenabkommen sollen helfen, das verbleibende Leben im Meer und seine Vielfalt zu erhalten und zu schützen. Dafür müssen den vielen Worten allerdings auch Taten folgen.

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