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Das klassische und das erweiterte Drei-Säulen-Modell

Abb. 1.6: © maribus Abb. 1.6: © maribus

Abb. 1.6 > Im klassischen Drei-Säulen-Modell werden Ökologie, Ökonomie und Soziales als gleichberechtigte Stützen der Nach­hal­tig­keit dargestellt. Dieses Modell, Ende der 1990er Jahre entwickelt, hatte das Ziel, einer nachhaltigen Entwicklung den Weg zu ebnen. Ihm liegt die Auffassung zugrunde, dass ökonomische, soziale und ökologische Belange zusammen­hängen und im Sinne einer nach­haltigen Entwicklung eine untrennbare Einheit bilden. Eine Weiterentwicklung ist das sogenannte gewichtete Drei-Säulen-Modell. Um die große Bedeutung der Ökologie hervorzuheben, wird sie in dem Entwurf als Fundament dargestellt. Gebildet wird dieses von den beiden Faktoren natürliche Ressourcen und Klima. Auf dem Fundament ruhen die Säulen Ökonomie, Soziales und – neu hinzugekommen – Kultur. In den vergangenen 20 Jahren wurden noch zahlreiche Modifika­tionen des Drei-Säulen-Modells entwickelt. Kritisiert wird, dass die klassische Variante zwar eine Gleichberech­tigung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem anzeige, aber nicht umsetze. In vielen Fällen hätten wirtschaftliche Belange heute noch immer Vorrang vor ökologischen oder sozialen Maßnahmen. © maribus