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3 Rohstoffe aus dem Meer – Chancen und Risiken

WOR 3 Übersicht

Rohstoffe aus dem Meer – Chancen und Risiken
> Die dritte Ausgabe des „World Ocean Review“ widmet sich den metallischen und energetischen Ressourcen des Meeres und ihrer Nutzung. Er liefert Fakten über den Abbau der bekannten Öl- und Gasvorkommen unterhalb des Meeresbodens und beleuchtet die Auswirkungen auf Flora und Fauna. Er erklärt die Entstehung und Potenziale der Gashydratvorkommen an den Kontinentalrändern und liefert detaillierte Informationen über Chancen und Risiken der Nutzung mineralischer Rohstoffe: Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfide.

Öl und Gas aus dem Meer

> Erdgas und Erdöl werden schon seit mehr als 100 Jahren aus dem Meer gewonnen. Da heute viele Lagerstätten im flachen Meer bereits ausgebeutet sind, dringt man in immer größere Tiefen vor. Doch obwohl die Förderraten hoch wie nie sind, geht die Ölverschmutzung insbesondere aufgrund strenger Auflagen für den Schiffsverkehr zurück. Die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ allerdings zeigt, dass die Sicherheit bei der Ölförderung lange vernachlässigt wurde.

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Tagebau am Meeresgrund

> Diamanten, Kies und Sand fördert man bereits seit Jahrzehnten aus küstenna- hen Gewässern. Um den wachsenden Bedarf an Metallen zu decken, sollen künftig Erze in Form von Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfiden in bis zu 4000 Meter Tiefe abgebaut werden. Ob und wann dieser Meeresbergbau beginnt, hängt von den Metallpreisen am Weltmarkt ab. Die Arbeit in der Tiefe ist heute noch unwirtschaftlich. Zudem fehlt es bislang an Abbaugeräten.

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Energie aus brennendem Eis

> Im Meeresboden lagern nicht nur Mineralien, sondern auch große Mengen an Methanhydrat. Manche Staaten hoffen, sich mit der Erschließung der Gashydratvorkommen vor der eige­ nen Küste von Energieimporten unabhängig machen zu können. Noch aber fehlt es an Fördertechnik. Zudem muss geklärt werden, welche Gefahren der Methanhydratabbau für das Klima und die Meeres­ lebensräume mit sich bringt.

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Umweltschonende Förderung und gerechte Verteilung

> Damit der Meeresbergbau nicht in einen Wettlauf um die vielversprech­endsten Claims ausartet, verwaltet eine UN-Behörde die Bodenschätze in interna­tionalen Gewässern. Sie garantiert, dass die Umwelt geschützt wird und auch die Entwicklungsländer am Reichtum teilhaben. Industrielle Tätigkeiten im Meeresgebiet der Küstenstaaten hingegen werden durch nationale Gesetze geregelt. Wie die Offshore-Ölförderung zeigt, wird die Umwelt dadurch nicht immer ausreichend geschützt.

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