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Wie der Klimawandel die Küsten Norddeutschlands bedroht

Sämtliche Küsten Norddeutschlands haben zusammen eine Länge von ungefähr 3700 Kilometern. Davon entfallen auf die Nordseeküste mitsamt seinen Inseln 1580 Kilometer, auf die Ostseeküste inklusive Boddengewässer und Inseln etwa 2100 Kilometer. Als potenziell überflutungsgefährdet gelten die Gebiete an der Nordsee, die nicht höher als 5 Meter über dem Meeresspiegel liegen. An der Ostseeküste zählen dazu die Bereiche bis 3 Meter über dem Meeresspiegel. Das entspricht zusammen einer Gesamtfläche von 13 900 Quadratkilometern. Ein Großteil dieser Fläche ist derzeit durch Deiche geschützt. In den überflutungsgefährdeten Gebieten leben rund 3,2 Millionen Menschen. Die in diesen Regionen vorhandenen volkswirtschaftlichen Werte belaufen sich auf mehr als 900 Milliarden Euro. Zudem gibt es hier mehr als eine Million Arbeitsplätze. Durch Sturmfluten und Sturmhochwasser sind besonders die Großstädte bedroht. Im Küstenbereich der Nordsee zählen dazu vor allem Hamburg und Bremen, im Bereich der Ostsee insbesondere Kiel, Lübeck, Rostock und Greifswald. Vielen Tourismuszentren an Nord- und Ostsee droht Küstenerosion. Darüber hinaus können langfristig große Teile der ökologisch wertvollen Salz-wiesen und Wattflächen verloren gehen. Sicher ist, dass die Kosten für Küs-ten schutzmaßnahmen, hauptsächlich Deichbau und Sandvorspülungen, steigen werden.