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1 Mit den Meeren leben – ein Bericht über den Zustand der Weltmeere

Fischerei

Von der Ausbeutung einer lebenden Ressource – die Fischerei
> Jahrzehntelang wuchs die weltweite Fangmenge in der Fischerei – mit der Folge, dass viele Fischbestände heute als überfischt oder zusammengebrochen gelten. Schuld sind eine verfehlte Fischereipolitik und ein falsches Fischereimanagement. Kurzfristige Gewinne scheinen Vorrang vor einem schonenden und langfristig wirtschaftlichen Fischfang zu haben. Zwar gab es Versuche, die Situation zu ändern. Bislang sind die Bemühungen jedoch oft gescheitert.

Die Meeresfischerei – Stand der Dinge

> Fisch ist eine wichtige Nahrungsgrundlage des Menschen. Der geschätzte Wert des weltweit angelandeten Fischs beträgt jährlich etwa 90 Milliarden US-Dollar. Damit ist die Fischerei ein bedeutender Wirtschaftszweig. Doch in vielen Regionen der Weltmeere sind die Bestände durch permanente Überfischung bedroht.

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Die Ursachen der Überfischung

> Grundsätzlich hat man verstanden, wann und warum Fischbestände zusammenbrechen. Eine entscheidende Rolle spielt die weltweite Nachfrage nach Fisch und die Intensität, mit der den Fischen nachgestellt wird. Doch spielen auch ökologische Gründe eine wichtige Rolle. Noch aber muss man die Einflussfaktoren im Detail erforschen, um die Ursachen der Überfischung restlos aufzuklären.

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Klassische Ansätze des Fischereimanagements

> Schon seit vielen Jahren versuchen Behörden, den Fischfang durch verschiedene Regulierungsinstrumente zu kontrollieren, um die Bestände zu schonen. Dazu gehören Fangquoten, die Begrenzung der Fangtage oder auch der Motorleistung der Schiffe. Doch viele Maßnahmen verpuffen, weil Quoten und Begrenzungen nicht hinreichend knapp bemessen sind, nicht ausreichend kontrolliert wird oder weil die Reglements schlicht am Fischereialltag vorbeigehen.

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Wege in eine bessere Fischereiwirtschaft

> Um die Situation zu verbessern und eine sinnvolle Nutzung der Fischbestände zu erreichen, muss das bestehende Fischereimanagement dringend verändert werden. Für den Schutz der Fische sollte man künftig außerdem verstärkt die ökologischen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Fischarten und ihrem Lebensraum berücksichtigen, denn bisher wurden Fischbestände meist isoliert betrachtet.

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Ist nachhaltiger Fischfang möglich?

Die Fischerei trägt wesentlich zur Ernährung der Menschheit bei und ist eine Einkommensquelle für Millionen Menschen. Die allermeisten Fischbestände weltweit sind gegenwärtig aber bis an ihre Tragfähigkeitsgrenze oder darüber hinaus befischt. Für eine nachhaltige Fischerei wäre es zunächst sinnvoll, die klassischen Instrumente zur Regulierung der Fangmenge weitaus konsequenter als bisher anzuwenden und besser durchzusetzen. Dabei ist vor allem zu beachten, dass eine Quote nur dann eine Wirkung entfalten kann, wenn sie hinreichend knapp bemessen ist. Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige und effiziente Fischereiwirtschaft sind handlungsfähige nationale und internationale Institutionen, die die Fischereipolitik etablieren und überwachen. Zu den großen Herausforderungen der Zukunft gehört es, die Zusammenhänge zwischen dem Einfluss der Menschen auf die Ökosysteme und der Entwicklung der natürlichen Ressourcen besser zu verstehen, um eine nachhaltige und wirtschaftliche Meeresfischerei zu erreichen. Außerdem muss ein erfolgreiches Fischereimanagement die ökonomischen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Fischereien berücksichtigen. Der Schutz der natürlichen Ressourcen ist letztendlich die entscheidende Voraussetzung dafür, dass auch dauerhaft ökonomische Gewinne erzielt werden können. Ein erfolgreiches Fischereimanagement steigert die Profitabilität und die Produktivität der Fischereiindustrie. Haben die Bestände die Möglichkeit, sich zu erholen, kommt dieser Umstand auch der Fischerei zugute. Bei deutlich niedrigeren Fangkosten wären dann langfristig höhere Erträge möglich.