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The Palm – künstliche Inseln verändern eine ganze Küste

Ein ganz eigenes Beispiel für die Erschließung neuer Flächen entlang der Küsten ist das Bauprojekt The Palm Islands an der Küste vor Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei handelt es sich um Gruppen künstlich aufgespülter Inseln, die, aus großer Höhe betrachtet, jeweils die Form einer Palme mit Stamm und Palmwedeln haben. In der Regel werden an Küsten neue Flächen für die Erweiterung bestehender Häfen, für Industrieanlagen oder für neuen Wohnraum in Wassernähe gewonnen. Dubai geht aber deutlich über das Maß einer gewöhnlichen Erweiterung hinaus. Mit The Palm sollen komplett neue Inselwelten für ein besonders betuchtes Publikum geschaffen werden. Eine Inselgruppe, The Palm Jumeirah, wurde bereits fertiggestellt und mit Hotels und Villen bebaut. Insgesamt haben die Inseln dort eine Fläche von 560 Hektar, was etwa 780 Fußballfeldern entspricht. Die Bebauung der nächsten Inselgruppe, The Palm Jebel Ali, wurde bislang nicht realisiert, weil das Bauunternehmen während der Wirtschaftskrise 2009 in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Wann die Bebauung abgeschlossen sein wird, ist noch offen. Der für The Palm Jumeirah und The Palm Jebel Ali benötigte Sand wurde seit 2001 aus dem Persischen Golf mit sogenannten Hopperbaggern gewonnen. Dabei handelt es sich um Spe­zialschiffe, die Sand vom Grund eines Gewässers saugen und in großen Schiffsladeräumen, den Hoppertanks, lagern. Über Rohre lässt sich der Sand dann wieder außenbords pumpen. Auf diese Weise wurden die Inseln künstlich aufgespült.

Abb. 2.17: Luxus, auf Sand gebaut: The Palm Jumeirah vor Dubai. © NYONair/Jumana El Heloueh

Abb. 2.17 > Luxus, auf Sand gebaut: The Palm Jumeirah vor Dubai.