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Präsentation des ersten „World Ocean Review“ in Hamburg

Pressekonferenz und Podiumsdiskussion Unter dem Motto „Mit den Meeren leben“ wird heute, Donnerstag, 18.11.2010, der erste „World Ocean Review“ (WOR) der Öffentlichkeit präsentiert. Erklärtes Ziel des WOR ist es, auf wissen- schaftlicher Basis über den aktuellen Zustand der Meere aufzuklären und die Belange der Ozeane somit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Nikolaus Gelpke, Initiator des Projekts und Verleger des mareverlags, und Prof. Dr. Martin Visbeck, Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“, der maßgeblich am Entstehen des WOR beteiligt war, stellen das Projekt in Hamburg vor. Unsere Ozeane verändern sich: Der Klimawandel führt zu einem Temperatur- und Meeresspiegelanstieg sowie zu einer zunehmenden Versauerung des Meerwassers. Die Übernutzung und Verschmutzung der Meere hat drastische und nachhaltige Auswirkungen auf das größte Ökosystem dieses Planeten – mit noch weitgehend unbekannten Folgen. Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten deshalb intensiv daran, die Chancen und Risiken, die unsere Ozeane für die Zukunft bereithalten, besser zu verstehen. Die maribus gGmbH wurde von Nikolaus Gelpke zu dem Zweck gegründet, die Öffentlichkeit für meeres- wissenschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren und somit zu einem wirkungsvolleren Meeresschutz beizutragen. Für die erste maribus-Publikation, den „World Ocean Review“ (WOR), konnten Partner gewonnen werden, die für jahrelanges Engagement für die Meere und höchstes wissenschaftliches Niveau stehen: Der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ – ein Bündnis von mehr als 250 Forscherinnen und Forschern, die in Kieler Wissenschaftseinrichtungen zum Thema Klima- und Ozeanwandel arbeiten – wurde der entscheidende Partner für dieses Projekt. Dank der ausgezeichneten Expertise und dem interdisziplinären Ansatz des Clusters erarbeiteten über 40 Wissenschaftler als Autorinnen und Autoren den Inhalt dieses ersten „World Ocean Review“, der in Zusammenarbeit mit dem mareverlag in verständlicher und ansprechender Form aufbereitet wurde. Die weiteren Partner sind das International Ocean Institute (IOI), gegründet von Elisabeth Mann Borgese, sowie die ebenso von ihr ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung Ocean Science and Research Foundation (OSRF). Das IOI unterstützt das Projekt logistisch; seiner Nähe zur Arbeit der Vereinten Natio- nen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die OSRF steht als Finanziererin hinter dem Projekt. Nikolaus Gelpke, Geschäftsführer der maribus gGmbH und Verleger des mareverlages, sieht im WOR eine gelungene Publikation von hohem Informationsgehalt: „Der ›World Ocean Review‹ ermöglicht es, die Komplexität und Brisanz des Zustands unserer Ozeane zu verstehen und damit ihre Belange sowie die Dringlichkeit zum Handeln in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“ Professor Dr. Martin Visbeck, Sprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“: „Mit dem WOR ist es gelungen, den Zustand der Weltmeere und die Wirkungszusammenhänge zwischen dem Ozean und ökologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Bedingungen in einer leicht verständlichen Form aufzuzeigen: Der erste ›World Ocean Review‹ erklärt den von den Ozeanen maßgeblich beeinflussten Klimawandel und die ungewisse Zukunft unserer Küsten ebenso, wie er die zunehmende Verschmutzung der Meere und die verfehlte Fischereipolitik anklagt. Er untersucht aber auch die zukunftsweisende Suche nach Bodenschätzen und Energiequellen und die enormen Chancen für die Medizin, die die Ozeane in sich tragen.“ Die heutige Pressekonferenz mit anschließender Podiumsdiskussion im ehemaligen Hauptzollamt Hafen Hamburg ist der erste Schritt, die Öffentlichkeit weiter auf den kritischen Zustand der Weltmeere aufmerk- sam zu machen. Unter der Moderation von Gerald Traufetter, „Der Spiegel“, diskutieren Nikolaus Gelpke und Professor Martin Visbeck mit Paul F. Nemitz (Head of Unit, Maritime Development and Coordination, European Commission) und mit dem Schauspieler und engagierten Buchautor Hannes Jaenicke. Der „World Ocean Review“ wird nicht verkauft, sondern gratis abgegeben. Eine Gewinnerzielungsabsicht gibt es nicht. Er ist zu beziehen über www.worldoceanreview.com. Neben der deutschen Fassung ist in Kürze auch eine englischsprachige Ausgabe erhältlich. Die gesamte Publikation wird zeitgleich im Internet unter www.worldoceanreview.com erscheinen.